Verkehr Anträge

Erweiterung 60 Euro Top-Jugendticket

Von Gimborn fordert Erweiterung der Nutzungsberechtigung des Top-Jugendtickets

40. Sitzung vom 7. Juli 2016

Antrag

der Abgeordneten Dr. Gabriele Von Gimborn
gemäß § 60 LGO 2001
zum Verhandlungsgegenstand Ltg.-1010-1/A-3/161
betreffend  Erweiterung 60 Euro Top-Jugendticket

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 ist die Schülerfreifahrt durch eine Reform des Familienlastenausgleichsfonds neu geregelt. Zur bisherigen Schülerfreifahrt wird nunmehr auch ein 60 Euro Top-Jugendticket zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland mit ganzjähriger Gültigkeit angeboten. Nutzungsberechtigt dafür sind Schüler und Lehrlinge bis zum 24. Lebensjahr. Hunderttausende Schüler machen jedes Jahr von diesem Angebot Gebrauch.

Wir wissen, dass Mobilität für die soziale Teilhabe von Jugendlichen eine wesentliche Rolle spielt und einen erheblichen Teil der Lebensqualität aus macht. Für sie ist Mobilität wichtig, damit sie ihre sozialen Kontakte pflegen und außerschulischen Aktivitäten nachgehen können.

In einer Umfrage gaben über 86 % der Jugendlichen an, dass ihnen Mobilität vor allem wichtig ist, um Gleichgesinnte und Freundinnen und Freunde zu treffen. Sie legen dabei die meisten Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit Bus und Bahn zurück. Im Notfall werden auch „Eltern – und FreundInnen Taxis“ benutzt. Somit zählen junge Menschen durch ihr klimafreundliches Mobilitätsverhalten als Vorbilder für unsere Gesellschaft. 

Sie stellen die zukünftige Generation an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern dar – nehmen also einen gewichtigen Einfluss auf die zukünftige Lebensqualität in den Städten, die wesentlich davon abhängen wird, wie die Menschen mit ihren Mobilitätsbedürfnissen umgehen.

Damit das erworbene klimafreundliche Mobilitätsverhalten unserer Jugend auch nach dem Erwerb des Führerscheins so bleibt, müssen die Bewusstseinsbildung und die Vorteile jugendgerechter und umweltfreundlicher Verkehrsangebote gestärkt werden.

Deshalb soll eine Nutzung des Top-Jugendtickets auch jenen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres, die keine Schule besuchen oder Studium absolvieren,  aber sich zu Beginn ihres Arbeitslebens befinden und niedrige Einstiegsgehälter haben,  die Möglichkeit bieten, öffentliche Verkehrsmittel zu besonders kostengünstigen Bedingungen zu nutzen.


Die Gefertigte stellt daher folgenden

A n t r a g:

Der Hohe Landtag wolle beschließen:

„Die Landesregierung wird aufgefordert, eine Erweiterung der Nutzungsberechtigung des Top-Jugendtickets für alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher bis zur Vollendendung des 24. Lebensjahres sicher zu stellen.“

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