Schule geht auch anders

Lehrer müssen nicht gefürchtet sein, sondern können auch „cool“ sein

Doch was ist so anders an dieser Lehrerin?

Kinderfüsse

Das Schule auch anders geht und Spaß machen kann, beweist dieses Mal eine Ausnahmelehrerin am Bundesgymnasium Nonntal (BGN) in Salzburg. Ihrem Deutsch- und Religionsunterricht folgen die Schüler gerne.

Gerlinde Weimüller wusste nach einem halben Jahr Medizinstudium, dass Medizin doch nichts für sie war. Lesen und Schreiben – das waren ihre Leidenschaften – und so entschied sie sich noch einmal umzusatteln und wurde Lehrerin.

Ihrer Leidenschaft und Berufung zu folgen war die richtige Entscheidung. Heute zieht die 56-Jährige am Bundesgymnasium Nonntal (BGN) Schüler von zehn bis 18 Jahre in ihren Bann. Als „extrem motiviert“ beschreibt eine Schülermutter ihren Eindruck. Beliebt ist die seit 1983 (!) am BGN tätige Lehrerin unter Lehrern wie Schülern. Die Schüler meinen einstimmig, dass man einfach merke, dass sie Spaß am Unterrichten habe.

Doch was ist so anders an dieser Lehrerin?

Sie gibt ihren Schülern Freiraum – kreativ zu sein. Es wird viel diskutiert und sogar die, die sonst wenig sagen, oder zum Beispiel gar nicht katholisch sind, kommen aus freien Stücken zu ihr.

Sie motiviert ihre Schüler zum Mitmachen, indem sie die Schüler bei der Stoffplanung am Beginn des Jahres mit einbindet. Sie signalisiert ihnen so, dass es ist ihr Unterricht ist, und sie dafür mitverantwortlich sind.

Von zu hohem Druck, den die Schule, die Eltern und die Mitschüler untereinander erzeugen haltet sie nichts.  Um den Druck wegzulenken, liest sie den Erst-, Zweit- und Drittklässlern einfach vor. Und diese genießen das. Die Größeren üben sich im kreativen Schreiben, das die Deutschlehrerin seit Jahren anbietet. Dafür nimmt man sich ab und zu einfach eine Viertelstunde Zeit, um die Gedanken schweifen zu lassen. Ziel ist es, den Schülern die Faszination an der Sprache zu vermitteln.  Jeder kann schreiben – wenn dies angstfrei passiert, ohne Druck und ohne sich ständig vergleichen zu müssen. Um das zu vermitteln, zeige sie den Schülern, dass jeder anders ist. Dadurch sollen ihre Schüler im Unterricht das Gefühl bekommen, dass es um sie selbst geht. 

Kennen Sie auch so eine Lehrerin? Wenn Sie auf Ihre Schulzeit zurückblicken, gibt es einen speziellen Lehrer, der Ihnen im Gedächtnis geblieben ist und wenn ja, warum? Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Lehrer aus, über welche Stärken und welche Fähigkeiten sollte dieser verfügen? Gibt es Lehrer an der Schule ihrer Kinder, die Sie besonders gut finden, und wenn ja, wieso?

Erzählen Sie mir davon: elisabeth.steinort@buergerlandtag at

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