Schule geht auch anders

Schule ist für viele Familien kaum leistbar

Kostensenkung durch die Digitalisierung des Unterrichts gefordert

Klubobmann Ernest Gabmann

St. Pölten (OTS) - Die Kosten, die für die Schulausbildung der rund 1 Million österreichischen Schulkinder anfallen, sind hoch: zu Schulbeginn bedarf es vor allem neuer Bücher, Hefte und Stifte – und das im Zeitalter der Digitalisierung; unter dem Jahr kommen zusätzlich noch finanzielle Aufwände für Ausflüge, Exkursionen und Schullandwochen dazu.

Es besteht hier besonders eine Diskriminierungsgefahr aufgrund von Armut, wenn sich die Eltern eines Schulkindes eine Schulsportwoche, wie Schifahren oder eine Auslandsexkursion nicht leisten können.

Des Weiteren werden rund 110 Millionen Euro für Nachhilfe aufgewendet. Die Kinder gehen zwar in die Schule, aber die Eltern müssen dennoch für schulexternen „Privatunterricht“ aufkommen. Für viele ist dies nicht leistbar und der Nachwuchs muss notfalls eine Schulstufe wiederholen – ein weiteres Jahr, in dem hohe Kosten für die Schule anfallen. Eine Reformierung und Anpassung des Unterrichts ist hier längst überfällig.

„Eine geeignete Maßnahme zur Kostensenkung könnte man beispielsweise durch die Digitalisierung des Unterrichts erreichen. So ist es möglich, elektronische Tafeln, E-Books und Laptops einzuführen“, ist der frühere Technologiemanager und Abgeordnete Ernest Gabmann überzeugt. Die Anschaffungskosten wären einmalig und würden teilweise von der Schule finanziert werden. Nicht nur könnten sich dadurch weitere und vor allem neue Möglichkeiten für Lehrer und Schüler ergeben, es würde auch eine ausgezeichnete Vorbereitung auf das Berufsleben bedeuten, in welchem es ohne informatischem Knowhow fast nicht mehr geht.

Der Verein BürgerLandtag fordert:
Eine Anpassung, Reformierung und Modernisierung des Unterrichts im Zeitalter der Digitalisierung, um eine ausreichende Grundlage für das Berufsleben zu schaffen und um Diskriminierung zu verhindern.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160908_OTS0011/schule-ist-fuer-viele-familien-kaum-leistbar

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