Bildung und Wissenschaft Anträge

Suchtpräventionsschulungen in Pflichtschulen

Von Gimborn fordert frühe Intervention

Dr. Gabriele Von Gimborn

An Pflichtschulen sollen regelmäßige, kostenfreie und repetitive Suchtpräventionsschulungen durchgeführt werden.
29. Sitzung vom 24. September 2015

Resolutionsantrag der Abgeordneten Dr. Gabriele von Gimborn
zum Verhandlungsgegenstand Ltg.-726/A-2/5-2015
betreffend: Suchtpräventionsschulungen in Pflichtschulen


Die Grenzen zwischen den eigentlichen Lebensphasen Kindheit, Jugend und dem Erwachsenenalter schwinden immer mehr. Den Kindern läuft die Zeit davon, erwachsen zu werden. Sie sehen sich mit zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen konfrontiert: unklare Zukunftsperspektiven, schlechtere soziale und wirtschaftliche Bedingungen, abnehmende Chancengleichheit etc. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich überfordert, leiden unter Leistungsdruck und ungesundem Stress. Vor diesem Hintergrund bieten Rauschmittel eine scheinbare Entlastung vom Alltag.

Je mehr Selbstvertrauen Kinder entwickeln, je besser sie mit Konflikten und Misserfolgen umgehen können, umso leichter fällt es ihnen, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dies ist dann wichtig, wenn es darum geht, Nein sagen zu können beim Ausprobieren von Suchtmitteln wie z.B. Tabak und Alkohol

Bereits in der frühen Kindheit werden wesentliche Fähigkeiten und Kompetenzen erworben, die den Kindern einen positiven Umgang mit Gruppendruck, Stress und Versuchung ermöglichen. Zeitgemäße Suchtvorbeugung kann daher einen wesentlichen Beitrag zur gesunden Entwicklung von Kindern leisten.

Die Gefertigte stellt daher folgenden

Antrag

Der Hohe Landtag wolle beschließen:

„Die Landesregierung wird aufgefordert,

* im Wirkungsbereich des Landes NÖ dafür Sorge zu tragen, dass an Pflichtschulen regelmäßige, kostenfreie und repetitive Suchtpräventionsschulungen durchgeführt werden

* und an die Bundesregierung, und zwar insbesondere an die Ministerin für Bildung und Frauen und die Ministerin für Gesundheit heranzutreten, damit im Wirkungsbereich des Bundes dafür Sorge getragen wird, dass an Pflichtschulen regelmäßige, kostenfreie und repetitive Suchtpräventionsschulungen durchgeführt werden.

Ltg.-726/A-2/5-2015

Zusatzantrag Abg. Dr. Von Gimborn betreffend Suchtpräventionsschulungen in Pflichtschulen - Unterstützung abgelehnt;

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